Kartenporträt: M Glurak Ex 13/106
Kaum ein Pokémon steht so sehr für spektakuläre Sammelkarten wie Glurak. Ein besonders auffälliges Exemplar stammt aus der XY-Ära: M-Glurak-EX 13/106 aus der Erweiterung Flammenmeer. Mit seinem explosiven Artwork, satten 220 KP und einer Attacke mit damals gewaltigen 300 Schadenspunkten ist die Karte ein schönes Beispiel dafür, wie extravagant die Mega-Pokémon-EX gestaltet waren.
Eine Karte aus der Mega-Entwicklungs-Ära
M-Glurak-EX erschien 2014 in XY – Flammenmeer. Die Erweiterung passte perfekt zu Glurak: Das Feuer-Pokémon spielte im Set eine besonders prominente Rolle und erhielt gleich mehrere Glurak-EX- und M-Glurak-EX-Karten. Die hier gezeigte Variante trägt die Kartennummer 13/106 und stellt Mega-Glurak Y dar.
Als Mega-Pokémon konnte M-Glurak-EX nicht einfach direkt ausgespielt werden. Es entwickelt sich aus einem Glurak-EX. Hinzu kam die damalige Mega-Entwicklungs-Regel: Entwickelte ein Spieler eines seiner Pokémon zu einem Mega-Entwicklungs-Pokémon, endete anschließend sein Zug. Mega-Entwicklungen waren damit mächtig, hatten aber einen erheblichen spielerischen Preis.
300 Schaden mit einem Angriff
Das eigentliche Statement der Karte ist „Feuerroter Sturzflug“. Für zwei Feuer- und drei Farblos-Energien verursacht die Attacke satte 300 Schadenspunkte. M-Glurak-EX fügt sich dabei allerdings selbst 50 Schadenspunkte zu.
300 Schaden waren 2014 eine beeindruckende Zahl. Passend zu Glurak setzte die Karte also weniger auf Zurückhaltung als auf maximale Angriffskraft - selbst wenn der Angriff dem eigenen Pokémon ebenfalls zusetzt.
Dazu kommen 220 KP, eine Wasser-Schwäche ×2 und Rückzugskosten von nur einer Farblos-Energie. Als Pokémon-EX galt außerdem die bekannte EX-Regel: Wurde es kampfunfähig, durfte der Gegner zwei statt einer Preiskarte nehmen.
Japanische Schrift mitten auf einer deutschen Karte
Optisch gehört M-Glurak-EX zu den Karten, die man kaum mit einer anderen Epoche des Pokémon-Sammelkartenspiels verwechseln kann. Glurak sprengt förmlich den Rahmen der Karte, während Flammen, blaue Energieeffekte und die riesige japanische Schrift グレンダイブ das Motiv überlagern.
Das ist kein zufälliger dekorativer Text: グレンダイブ (Guren Dive) ist der japanische Name der Attacke, die auf der deutschen Karte „Feuerroter Sturzflug“ heißt. Genau diese japanischen Schriftzüge wurden zu einem charakteristischen Gestaltungselement vieler Mega-Pokémon-EX-Karten.
Das Artwork stammt von 5ban Graphics, die für zahlreiche Pokémon-Karten dieser Ära verantwortlich waren.
M-Glurak-EX gibt es gleich mehrfach
Wer die Karte schon einmal mit einer scheinbar identischen M-Glurak-EX verwechselt hat, liegt gar nicht so falsch. Das Motiv und die Spielwerte wurden später erneut verwendet. Neben 13/106 aus Flammenmeer existiert unter anderem eine Secret-Rare-Version als 107/106 in Gold. Später erschien die Karte außerdem noch einmal in XY – Evolution als 13/108 sowie in einer weiteren Variante als 101/108.
Für Sammler lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf Set-Symbol und Kartennummer. Die hier gezeigte Karte ist die reguläre 13/106 aus Flammenmeer von 2014.
Fact: Zwei Mega-Entwicklungen für Glurak
Glurak gehörte zu den wenigen Pokémon, die in den Videospielen der sechsten Generation zwei verschiedene Mega-Entwicklungen erhielten: Mega-Glurak X und Mega-Glurak Y. Auch im Pokémon-Sammelkartenspiel wurden beide Formen umgesetzt. Die Karte 13/106 zeigt die Y-Form, die optisch stärker an das klassische orangefarbene Glurak angelehnt ist.
Gerade diese Verbindung aus einem der bekanntesten Pokémon überhaupt, der nur für einige Generationen prägenden Mega-EX-Mechanik und dem ausgesprochen wilden Kartendesign macht M-Glurak-EX 13/106 heute zu einem schönen Zeitzeugnis der XY-Ära des Pokémon-Sammelkartenspiels.
Karte im Shop: M Glurak Ex 13/106 DE
Quellen: Bulbapedia